5 Tipps, damit Geräte-Akkus länger halten

So vermeiden Sie schwache Akkus und arbeiten auch kabellos unterbrechungsfrei

Juli 2020  I  3 Minuten  I  Akkutechnik

 

Mit diesen Tipps vermeiden Sie Zeitverluste durch schwache Akkus, die sich zu schnell entladen.

Akku-Geräte können auf der Baustelle einen riesigen Vorteil bedeuten: Es müssen keine Kabel verlegt werden, Sie brauchen keinen Stromanschluss zu suchen und fallen nicht alle paar Meter über eine Kabelstolperfalle. 

Aber natürlich ist das kabelose Arbeitsgerät immer nur so gut wie sein Akku. Wer schon einmal auf dem Gerüst stand und mitten in der Anwendung den Akku wechseln musste, der weiß: Bis Sie vom Gerüst geklettert sind, der Austausch-Akku gefunden ist, und Sie die Arbeit wieder aufnehmen können, vergeht gut und gerne einmal eine Viertelstunde. Um so wichtiger, dass Ihre Akkus sowohl durch Leistung als auch durch Laufzeit überzeugen. Und genau diese Eigenschaften können Sie mit der richtigen Pflege positiv beeinflussen. Diese 5 Tipps helfen Ihnen dabei.

 

Tipp 1: Nutzen Sie Akkus nur mit den für sie vorgesehenen Geräten

Das Zusammensuchen von Gerät und passendem Akku im Lager gleicht manchmal einem Puzzle aus 1000 Teilen. Kein Wunder also, dass die Nutzung von Akkus in eigentlich inkompatiblen Geräten die häufigste Ursache für beschädigte oder schwache Akkus ist. Auch der Versuch, einen Akku für stärkere Leistung „aufzumotzen“, schädigt den Akku: In beiden Fällen kann es passieren, dass die Elektronik des Akkus und die Lithium-Ionen-Zellen beschädigt werden.

 

Tipp 2: Vermeiden Sie extreme Temperaturen

Akkus sind im weitesten Sinne „wetterfühlig“ – Temperaturen beeinflussen Ihre Leistungsfähigkeit. Im Allgemeinen kann Lithium-Technologie zwischen -20 °C und +60 °C sicher betrieben werden. Die eingebaute Elektronik und Software verhindern zwar, dass Akku-Systeme unter wirklich gefährlichen thermischen Bedingungen funktionieren – bevor also Akkus zum Beispiel so heiß zu werden, dass sie giftigen Rauch ausstoßen oder sogar Feuer fangen, schalten sie sich ab. Aber auch schon bevor es zu einem so dramatischen Szenario kommt, belasten vor allem hohe Temperaturen die Leistungsfähigkeit des Akkus.  

Die optimale Temperaturbandbreite liegt zwischen +10 °C und +30 °C. Hilti Akkus können allerdings selbst in sehr speziellen Situationen ohne Leistungsverlust verwendet werden.

 

Tipp 3: Verwenden Sie nur passende Akku-Ladegeräte

Aufladen – Entladen, Aufladen – Entladen: Dieses ständige Energie-Auf und Ab ist für die Akku-Chemie belastend. Die beste Möglichkeit, trotz dieses unvermeidlichen Prozesses einen schleichenden Leitungsverlust zu vermeiden, ist die Verwendung passender Werkzeuge und Ladegeräte. Denn aufeinander abgestimmte Geräte und Ladegeräte tauschen Informationen aus. So können die Ladegeräte die Energieübertragung bei Bedarf anpassen oder stoppen.  

Ein Akku, der in einem Zustand voller Ladung gehalten wird, „altert“ übrigens schnell. Dem wirken Sie ganz einfach entgegen, indem sie ihn nach der Aufladung möglichst bald verwenden, auf jeden Fall innerhalb einer oder eineinhalb Wochen. Sie brauchen einen halbleeren Akku also vor dem Einlagern auch nicht extra aufzuladen.

 

Tipp 4: Nehmen Sie den Akku vom Gerät

Gönnen Sie Ihren Akkus „Pausen“: Trennen Sie die Akkus vom Gerät, wenn Sie die Arbeit beendet haben. Sie sollten den Akku auch dann vom Gerät nehmen, wenn er während der Arbeit oder des Ladevorgangs ungewöhnlich heiß wird. Lassen Sie ihn dann vor dem Verstauen unbedingt abkühlen, und zwar weit entfernt von brennbaren Gegenständen. Das vorzeitige Beenden des Ladevorgangs hat dabei keine negativen Effekte: Glücklicherweise treten bei Li-Ionen-Akkus keine „Memory-Effekt-Probleme“ auf, wie Sie sie vielleicht von Ihrem Mobiltelefon kennen. Der Memory-Effekt meint eine Verringerung der Ladekapazität aufgrund unvollständiger Ladung und Entladung bei früheren Verwendungen.  

Überprüfen Sie Ihre Akkus regelmäßig auf Schäden. Bei sichtbaren Beschädigungen sollten Sie den Akku keinesfalls wieder aufladen, sondern eine Reparatur bei einem Fachmann anfordern.

Übrigens: Für Flottenkunden sind kostenlose Reparaturen und der Ersatz defekter Geräte-Akkus Teil des Rundum-Sorglos-Pakets.

 

Tipp 5: Benutzen Sie passendes Werkzeug

Wenn Sie Metall schneiden oder in Holz und Beton bohren müssen, machen speziell auf Akku-Geräte abgestimmte Werkzeuge tatsächlich einen Unterschied. Sie verbessern die Akku-Leistung Ihrer kabellosen Systeme durch energiesparende, intelligente Dämpfungsmechanismen. So können Sie ohne Unterbrechung arbeiten, kommen zügig voran und können in den nächsten Monaten länger die hellen, warmen Sommerabende mit Freunden und Familie genießen.

Wir haben Ihnen dafür ein paar Beispiele zusammengetragen:

 

Bohren in Beton

Bis zu 30% mehr Löcher

Der marktübliche Einsatz schafft üblicherweise 49 Löcher, während der Hilti Bohrer TE-CX mit demselben Akku 64 Löcher schafft.

Hier geht es zu den TE-CX Bohrern

Bohren in Holz

Bis zu 80% mehr Löcher

Ein herkömmlicher Holzbohrer schafft im Schnitt 19 Löcher, während der Hilti Holzbohrer WDB A mit demselben Akku 34 Löcher schafft.

Hier geht es zu den WDB A Bohrern

Stahl trennen

Bis zu 100% mehr Arbeitsfortschritt

Herkömmlichen Trennscheiben schaffen in Metall durchschnittlich 32 Schnitte. Mit der Hilti Trennscheibe X-CUT sind es 63.

Hier geht es zu den X-CUT Scheiben

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