Die mit dem roten Koffer

Wie ein einfacher Koffer zum Symbol für Zuverlässigkeit und Innovation wurde

Der rote Koffer

Mai 2020  I  3 Minuten  I  Unternemen, Kompetenz

 

„Der Mann mit dem Koffer“ soll es gewesen sein. Die gleichnamige US-Fernsehserie soll die Idee für den Koffer als wiederkehrendes Hilti Marketingsymbol geliefert haben. So besagt es zumindest die Legende. Aber welche Geschichte steckt wirklich im roten Hilti Koffer?

Ob auf Reisen oder bei der Arbeit: Du bist, was in deinem Koffer steckt. Oder vielmehr – der Koffer ist Repräsentant der eigenen Persönlichkeit und Tätigkeit. Bei Hilti geht man sogar noch einen Schritt weiter. Hier nimmt der Gegenstand eine, im wahrsten Sinne des Wortes, tragende Rolle im Unternehmen ein. Der Koffer – kantig, technisch und im typischen Hilti Rot. Als Symbol stetiger Weiterentwicklung transportiert er, neben den Geräten, die Werte des Unternehmens und ist als lebendige Unternehmensidentität zum Anfassen auf den Baustellen dieser Welt unterwegs.

Aus grauem Metall wird roter Kunststoff

Gut 50 Jahre ist es her, seit das Unternehmen aus Liechtenstein den ersten Gerätekoffer auf den Markt gebracht hat. Damals noch aus Metall. Und nicht in Rot, sondern in Grau. Erst fünf Jahre später, im Jahre 1972, hat Hilti Geräte in Kunststoffkoffern ausgeliefert und dank des auffälligen Hilti Rots mehr Farbe in den harten Baustellenalltag gebracht.

Für damalige Verhältnisse eine echte Revolution, denn „Plastik“ war ein Werkstoff, von dem man nicht allzu viel gehalten hat. Für Hilti dagegen stand Kunststoff mit seinen charakteristischen Eigenschaften für Fortschritt und damit auch für die Firmenphilosophie. Schließlich waren die neuen Koffer weitaus robuster und leichter als ihre Vorgänger aus Metall.

Um die Stabilität des Werkstoffes unter Beweis zu stellen, ist man kurzerhand auf den Deckel des neuen Kunststoffkoffers gesprungen. Das Ergebnis: Das Material hat Stand gehalten, während sich der alte Koffer aus Metall verbog. Der amerikanische Markt wollte diese Tatsache zunächst nicht wahrhaben und hat etwa weitere 20 Jahre gebraucht, um Kunststoffkoffer einzuführen. Die Unternehmensgeschichte im Überblick

Auch die erste Hilti Innovation ist aus dem Wunsch nach beständigem Fortschritt in Verbindung mit einer Produktverbesserung hervorgegangen. Im Bauboom der Nachkriegszeit hat man händeringend nach Werkzeugen und Möglichkeiten gesucht, Arbeitszeit einzusparen.

Aus einem bereits bestehenden Werkzeug mit rudimentär entwickelter Technik, ist es Firmengründer Martin Hilti gelungen, das erste Hilti Bolzensetzgerät zu entwickeln und damit die bestehende Nachfrage zu befriedigen.

Martin Hilti hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Werkzeug seinen Kunden im Einsatz zu demonstrieren und damit gleichzeitig auch den Grundstein für den Direktvertrieb des Unternehmens gelegt. Dass er sich bei einer Vorführung sogar einmal selbst in den Fuß geschossen hat, spornte ihn nur dazu an, das Gerät weiterzuentwickeln und sicherer zu machen. Heute werden die Befestigungselemente nicht mehr in den Untergrund geschossen, sondern durch das Kolbenprinzip sicher in den Untergrund gesetzt. Erfahren Sie mehr über die Innovation der Direktmontage

 

„Wir sind da, wo unsere Kunden sind“

Dieses Versprechen wird bei Hilti wörtlich genommen. Rund 200.000 Kontakte realisiert der Direktvertrieb weltweit mit den Kunden – und zwar täglich. Die Verkaufsberater erleben direkt auf der Baustelle, wie die Geräte eingesetzt werden und wo vielleicht noch Probleme entstehen. Durch den unmittelbaren Kontakt zur Produktentwicklung innerhalb des Unternehmens lassen sich Prozesse immer weiter verbessern. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Prototypen neuer Geräte vom Kunden direkt auf der Baustelle getestet werden.

 

Arbeiten mit System

Eine bessere Zukunft bauen. Der Leitspruch des Liechtensteiner Unternehmens umfasst unter anderem auch, selbige möglichst genau vorauszudenken. 

In Hinblick auf den Hilti Koffer resultiert daraus zum Beispiel ein ausgeklügeltes Griff-System, das es erlaubt, mehrere Koffer gleichzeitig zu tragen. Oder Gerätebezeichnungsclips am äußeren Rand des Koffers, aus denen eindeutig der jeweilige Inhalt hervorgeht. Simple Verbesserungen, die den Arbeitsalltag des Kunden jedoch enorm erleichtern. 

Vorausdenken bedeutet auch, dass der Systemgedanke bei einer visionären, innovativen Evolution eine große Rolle spielt.

Martin Hilti hat bereits Ende der 60er Jahre erkannt: „Wo du ein Loch bohrst, da passt auch ein Dübel hinein“.

Es geht um das große Ganze. Nicht erst mit dem Beginn der Digitalisierung hat man angefangen auf ganzheitliche Lösungen und neue Technologien zu setzen. Die Vernetzung von Arbeitsgeräten, intelligentes Werkzeug oder die Verwendung neuer Werkstoffe sind Teil dieser Philosophie.

Was die Zukunft der Baubranche betrifft, so hat man bei Hilti eine genaue Vorstellung. Und auch was die Zukunft des eigenen Unternehmens angeht, weiß man, wohin die Reise gehen soll. Mit dabei wird selbstverständlich ein roter Gerätekoffer sein, der als Symbol für den ständigen Wandel bei Hilti steht.

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