Hallo,
für eine nachträglich eingebaute Ankerplatte in einer Schachtwand müssen 6x HIT-HY 200-A V3 + M24 HAS-U 8.8 eingebaut werden. Bohrlochdurmesser 26 mm, Bohrlochtiefe 200 mm.
Welches Bohrverfahren würden sie empfehlen? Die Betondeckung beträgt ca 60 mm. Danach kommt ein dichtes Bewehrungsnetz aus mehreren Lagen Ø25er Stäben. Ein Antreffen von Bewehrung ist unsausweichlich.
Sehr geehrter Herr Terehovich,
viele Dank für ihre Frage.
Entsprechend der ETA können Sie folgende Bohrverfahren verwenden:
- Hammerbohren
- Hammerbohren mit Hilti Hohlbohrer TE-CD, TE YD
- Diamantbohren mit nachfolgendem Aufrauen mit Aufrauwerkzeug TE-YRT
Der Bohrernenndurchmesser beträgt in Ihrem Fall 28 mm, diese Angaben finden Sie im der ETA-19/0601 Tabelle B7. Hier werden die im Rahmen der ETA getesteten Installationsmittel aufgeführt. ASSET_DOC_11504013.pdf
In diesem Fall würden wir das Diamantbohren aus folgenden Gründen empfehlen:
1) Bewehrungsschonend, Bewehrung wird durchtrennt ohne sie zu beschädigen.
2) Vermeidung von Mikrorissen, da keine Schlagenergie erzeugt wird und somit wird die Betonstruktur geschont.
3) Risiko für Abplatzungen geringer als bei Schlagbohren
Halten Sie Rücksprache mit dem Statiker, ob das Durchbohren der Bewehrung negative Einflüsse auf die Tragfähigkeit des Bauteils hat.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne hier oder auch unter unserer E-Mail-Adresse Planer-Support@hilti.com zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Hilti Ingenieurberatung
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.