Dürfen CE-gekennzeichnete Injektionssysteme nach EN 1504-6 für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse verwendet werden?
Nein – CE-Zeichen allein genügt nicht. Injektionssysteme nach EN 1504-6 sind für das Verankern von Dübeln vorgesehen, nicht für tragende Bewehrungsanschlüsse im Stahlbetonbau.
Die Norm enthält keine Angaben zu Verankerungslänge, Bemessung oder Nachweisführung. Eine Bemessung nach Eurocode ist damit nicht möglich. Tragwerksplaner:innen sollten daher ausschließlich ETA-geprüfte Systeme nach EN 1992-1-1 oder TR 069 verwenden – z. B. Hilti-Systeme mit dokumentierter EAD-Zulassung.
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Im Engineering Center entsteht aktuell eine umfassende Artikelserie zu nachträglich installierten Bewehrungseisen – mit technischen Hintergründen, Praxistipps und Beispielen. Ab 09/2025 findet sich dort auch ein vollständiges Handbuch zur Beton-Beton-Verbindung.
Für Planer:innen, die jetzt schon tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir die technischen Editorials zu Hilti Verstärkungssystemen und nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.