Ich habe das Problem eine Elektrotrasse (oder ähnliches) in einer Zwischendecke zu Verhängen. Nun wurde vorgeschlagen dieses mit Gewindestangen auszuführen. Nun gibt es in der DIN 4102-04:2016-05) den Hinweis das Gewindestangen verwendet werden dürfen wenn die Spannung den Wert von 9N/mm² nicht übersteigt. Diese technische Aussage lässt sich ohne weiteres einhalten, aber wenn ich die Gewindestange nun befestigen will mittels eines Injektionsmörtels ist es notwendig ein Drehmoment aufzubringen. Oder täusche ich mich an dieser Stelle?
Frage: Ist es möglich, eine nur unter Zug stehende Gewindestange ohne Vorspannung zu befestigen? Die auftretenden Auslastungen aus den Lasten liegen hier bei rund 30%.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank für Ihre Mühe im Voraus.
Sehr geehrter Herr Held,
vielen Dank für Ihre Frage.
Für Gewindestangen werden in der ETA des chemischen Mörtels die entsprechenden Installationsparameter bzw. Montagekennwerte angegeben. Im Falle einer „normalen“ Gewindestange werden maximale Anzugsdrehmomente angegeben. Somit in ein Mindestanzugsdrehmoment nicht notwendig, es dar lediglich nicht das angegebene maximale Anzugsdrehmoment überschritten werden.
Im Anhang finden Sie beispielsweise die Montagekennwerte für eine Gewindestange in Kombination mit dem HIT-HY 200-A V3.
Als Alternative werden bei TGA-Abhängungen gerne unsere Kompaktdübel HKD verwendet. Hier können Gewindestangen direkt eingeschraubt werden.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne hier oder auch unter unserer E-Mailadresse Planer-Support@hilti.com zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Hilti Ingenieurberatung
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.
