Kann die brandschutztechnische Bemessung eingemörtelter Bewehrungsstäbe nach den vereinfachten Verfahren aus EN 1992-1-2 erfolgen?
Nicht uneingeschränkt. Die vereinfachten Nachweisverfahren der EN 1992-1-2 (z. B. 500 °C-Isotherme, tabellarische Werte oder Zonenmethode) basieren auf dem thermisch-mechanischen Verhalten von monolithisch einbetonierter Bewehrung – also Stäben, die von Anfang an im Frischbeton lagen.
Diese Annahmen sind nicht automatisch auf nachträglich eingemörtelte Stäbe übertragbar, da das Verbundverhalten im Brandfall systemabhängig ist. Ohne zusätzliche Prüfungen und dokumentierte Kennwerte ist eine Anwendung der vereinfachten Methoden unzulässig. Hilti bietet hierfür geprüfte Systeme mit klar definierten Brandverhalten.
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Im Engineering Center entsteht aktuell eine umfassende Artikelserie zu nachträglich installierten Bewehrungseisen – mit technischen Hintergründen, Praxistipps und Beispielen. Ab 09/2025 findet sich dort auch ein vollständiges Handbuch zur Beton-Beton-Verbindung.
Für Planer:innen, die jetzt schon tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir die technischen Editorials zu Hilti Verstärkungssystemen und nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.