Bei der Nachrechnung von einem bestandsbalken mit Aufbeton ist der Dübelnachweis in programm lediglich für die schubfuge oder führt das programm gleichzeitig auch den Querkraftnachweis? ( sprich: die Ausgabe aus dem Programm liefert, eine schubbewehrung, die erforderlich ist , um den kompletten verbundquerschnitt gegen schub zu sichern)? und kann man die Dübel-Anordnung je zone auf 2 reihen reduzieren ,statt 3 , wie es in dem Ausgabedokument zu sehen ist?Danke im Vorraus, mfg
Sehr geehrter Herr Ma Lep,
vielen Dank für Ihre Fragen.
Wenn die Schubspannungen in der Verbundfuge zwischen Betonschichten, die zu unterschiedlichen Zeiten betoniert wurden, nicht ausreichend übertragen werden, ist die statische Sicherheit gefährdet. Um eine monolithische Verbindung zu erzielen, werden in der Regel deshalb nachträglich installierte Schubverbinder vorgesehen. Dadurch können z.B. Biegedruck- und/oder Biegezugzonen vergrößert (konstruktive Verstärkung), oder die ursprünglichen Zonenhöhen wiederhergestellt werden (Sanierung).
In PROFIS Engineering wird mit Hilfe des Aufbetonmoduls die Tragfähigkeit der Schubfuge gemäß TR066 und damit die monolithische Verbindung der beiden Bauteile überprüft, allerdings wird kein vollständiger Querkraftnachweis des Gesamtbalkens geführt. Weitere Details zur Bemessung können Sie gerne unseren beiden Fachartikeln "Verstärkung und Instandsetzung von Stahlbetonbauteilen mit Aufbeton" und "PROFIS Engineering - Bemessung von Aufbeton gemäß EOTA TR066" sowie dem Whitepaper und dem "Gut-zu-Wissen" entnehmen.
In Ihrer Zone 4 ist die Schubfuge nach aktueller Anordnung der Schubverbinder zu 100% ausgelastet. Damit eine geringere Anzahl an Verbindern ausreichend Tragfähigkeit liefert, müssen diese abgeändert werden - beispielsweise auf den HCC-K 12 anstelle des HCC-K 10.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne hier oder auch unter unserer E-Mailadresse Planer-Support@hilti.com zur Verfügung.
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