Randferne Verankerung = Randabstand größer als 10hef.
Frage 1: Warum führt eine Eingabe eines Randabstandes größer als 10hef in meinem Verankerungsbeispiel dann zu abweichenden Ergebnissen im Vergleich mit der Eingabe Randabstand=unendlich? (angehängte Datei)
Frage 2: Warum führt ein Langloch zu anderen Ergebnissen? Muss die Last nicht auch ohne Langloch ungünstig auf einen Dübel angesetzt werden und das selbe Ergebnis liefern?
Sehr geehrter Herr Schimmer,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Im Fall von schmalen Bauteilen handelt es sich um einen Sonderfall der ETAG 001 Anhang C bzw. des EC2 - 4, dies betrifft auch Ihre Befestigung.
Grundsätzlich werden bei randnahen Befestigungen nicht nur der Nachweis des Betonkantenbruches senkrecht zur einwirkenden Kraft geführt, sondern auch parallel der einwirkenden Kraft. In Ihrem Beispiel ist der ein Randabstand „unendlich“, somit entfällt der Nachweis des Betonkantenbruches in Y+ -Richtung und wird nur in X+ geführt. Sofern in diesem Fall der Abstand nicht mehr unendlich ist, wird hier die idealisierte Betonbruchfläche für den Nachweis berechnet. Ab einem bestimmten Abstand kann diese Fläche nicht größer werden, da die parallelen Bauteilränder diese Fläche begrenzen und somit die Ergebnisse bzw.
Widerstände nicht besser werden können.
Wie von Ihnen richtig erwähnt, wird im Falle eines Langloches die gesamte Kraft auf einen Dübel angesetzt, dementsprechend verdoppelt sich die Ausnutzung.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne hier oder auch unter unserer E-Mailadresse Planer-Support@hilti.com zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Hilti Ingenieurberatung
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Sehr geehrter Herr Schimmer,
genau zu dieser Thematik gibt es eine frühere Frage: Unendliche Randabstände.
Falls Sie weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu schreiben!
Ihre HILTI Ingenieurberatung
