Stimmt es, dass die Bemessungswerte für einbetonierte Bewehrung grundsätzlich konservativ sind – und kann man sie deshalb sicher auch für nachträglich eingemörtelte Systeme übernehmen?
Diese Annahme ist ein häufiger Irrtum. Die in Tabellen oder Bemessungsprogrammen hinterlegten Werte für einbetonierte Bewehrungsstäbe werden oft als „konservativ“ betrachtet – das gilt aber nur im jeweiligen Normkontext.
Wird ein nicht qualifiziertes Injektionssystem verwendet und trotzdem mit diesen f_bd-Werten gerechnet, kann das zu unsicheren oder normwidrigen Ergebnissen führen. Nur mit einer gültigen ETA und den dort angegebenen Bemessungswerten ist eine regelkonforme Bemessung möglich. Hilti stellt alle erforderlichen Werte für seine Systeme – wie HIT-RE 500 V4 oder HIT-HY 200-R V3 – digital in PROFIS Engineering und als ETA-Dokument zur Verfügung.
Noch Fragen?
Im Engineering Center entsteht aktuell eine umfassende Artikelserie zu nachträglich installierten Bewehrungseisen – mit technischen Hintergründen, Praxistipps und Beispielen. Ab 09/2025 findet sich dort auch ein vollständiges Handbuch zur Beton-Beton-Verbindung.
Für Planer:innen, die jetzt schon tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir die technischen Editorials zu Hilti Verstärkungssystemen und nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.