Warum fragt die Hilti PROFIS Engineering Suite bei der Dübelbemessung nach dem Lasttyp bzw. nach besonderen Einwirkungen?
Die Hilti PROFIS Engineering Suite fragt im Modul Dübelbemessung nach dem Lasttyp bzw. nach besonderen Einwirkungen, da sich daraus unterschiedliche Bemessungsregeln und Nachweise ergeben.
Bei Erdbebenbeanspruchung richtet sich die erforderliche Leistungskategorie nach der Erdbebenintensität und der Bedeutungsklasse des Bauwerks. National erfolgt die Einstufung in die Kategorien C1 oder C2. Während Eurocode 8 die Einwirkungen definiert, erfolgt die Bemessung der Befestigung nach EN 1992-4.
Bei Brandbeanspruchung werden reduzierte Materialkennwerte angesetzt. Die Bemessung erfolgt unter Brandbedingungen mit entsprechenden Lastkombinationen nach EN 1990. In der Regel sind sowohl eine „Kalt-“ als auch eine „Heißbemessung“ nachzuweisen.
Bei Ermüdungsbeanspruchung ist insbesondere die Anzahl der Lastwechsel maßgebend. Die Bemessung erfolgt in der Regel nach EOTA TR 061. Die Anwendung von EN 1992-4 ist dabei auf etwa zwei Millionen Lastwechsel begrenzt. Ober- und Unterlast müssen korrekt definiert sein, und bestimmte Randbedingungen wie Ringspalte oder Abstandsmontagen können ausgeschlossen sein.
Durch die Abfrage des Lasttyps stellt die Software sicher, dass die jeweils zutreffenden Bemessungsregeln und Systemanforderungen berücksichtigt werden.
Noch Fragen?
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