Warum fragt die Hilti PROFIS Engineering Suite bei der Dübelbemessung nach der Montageart der Ankerplatte?
Die Hilti PROFIS Engineering Suite fragt im Modul Dübelbemessung nach der Montageart, da sich daraus unterschiedliche Lastabtragungsmechanismen und Hebelarme ergeben können.
Liegt die Ankerplatte vollflächig auf dem Beton auf oder auf einer Ausgleichsschicht mit einer Dicke t_grout≤0,5d, wird die Querlast direkt in den Beton eingeleitet. In diesem Fall entsteht aus der Montageart kein zusätzlicher Hebelarm. Der Ausgleichsmörtel muss dabei mindestens die Festigkeit des Verankerungsbetons, jedoch mindestens 30 N/mm² aufweisen.
Bei einer Abstandsmontage entsteht dagegen ein zusätzlicher Hebelarm zwischen Lastangriffspunkt und Verankerungsebene. Ohne Verspannung ist dieser Hebelarm größer und damit ungünstiger für die Beanspruchung der Dübel. Wird das System verspannt, reduziert sich der wirksame Hebelarm.
Ist eine Unterfütterung dicker als 0,5d, wird der Mörtel statisch nicht mehr als kraftschlüssige Auflagerung angesetzt. Die Befestigung wird in der Bemessung wie eine Abstandsmontage behandelt, was sich auf die Stahltragfähigkeit und die erforderliche Dübellänge auswirken kann.
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