Welche Anschlussarten gibt es bei nachträglich installierten Bewehrungsstäben – und warum ist die Unterscheidung so wichtig?
Es wird zwischen Übergreifungsstößen und Endverankerungen unterschieden.
- Beim Übergreifungsstoß stoßen zwei Bewehrungsstäbe aneinander, die Lastübertragung erfolgt über Druckstreben.
- Bei der Endverankerung endet der eingemörtelte Stab im Bauteil, die Kraftübertragung erfolgt durch Verankerung.
Diese Unterscheidung bestimmt, welche Bemessungsnormen zulässig sind: Während Übergreifungsstöße nur nach EN 1992-1-1 bemessen werden, können Endverankerungen je nach Situation auch nach Stabwerksmodell oder EOTA TR 069 bemessen werden. Hilti bietet dafür passende Lösungen mit klar definierter Bemessungslogik je nach Anschlussart.
Noch Fragen?
Im Engineering Center entsteht aktuell eine umfassende Artikelserie zu nachträglich installierten Bewehrungseisen – mit technischen Hintergründen, Praxistipps und Beispielen. Ab 09/2025 findet sich dort auch ein vollständiges Handbuch zur Beton-Beton-Verbindung.
Für Planer:innen, die jetzt schon tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir die technischen Editorials zu Hilti Verstärkungssystemen und nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.