Welche Rolle spielt vorhandene Bewehrung bei der Dübelbemessung in der Hilti PROFIS Engineering Suite?
Die Hilti PROFIS Engineering Suite berücksichtigt vorhandene Bewehrung, weil sie das Betonversagen im Bereich der Befestigung beeinflussen kann.
Flächenbewehrung wirkt auf das Zugtragverhalten und wird über den Schalenabplatzfaktor ψre,N ≤ 1,0 abgebildet. Dieser Faktor beschreibt die Wechselwirkung zwischen Bewehrungslage und möglichem Betonversagen.
Randbewehrung beeinflusst die Tragfähigkeit beim Versagensfall Betonkantenbruch. Der Faktor ψre,V berücksichtigt Bewehrung am Bauteilrand. Für gerissenen Beton mit geeigneter Randbewehrung oder eng liegenden Bügeln kann ψre,V bis zu 1,4 betragen, sofern die Bewehrung außerhalb des angenommenen Bruchkörpers mit ausreichender Verankerungslänge nach EN 1992-1-1 verankert ist.
Zusatzbewehrung kann gezielt eingesetzt werden, um die Zug- oder Quertragfähigkeit zu erhöhen. Sie wird typischerweise als Bügel oder Schlaufen ausgebildet, mit Stabdurchmessern bis 16 mm und ausreichender Verankerung außerhalb des Bruchkörpers. Wird eine wirksame Zusatzbewehrung angesetzt, müssen bestimmte betonbezogene Versagensarten nicht mehr maßgebend nachgewiesen werden.
Noch Fragen?
Für Planer:innen, die tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir das Editorial zur PROFIS Engineering sowie das neueste Webinar zum Thema Einstieg in PROFIS Engineering.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsereBesonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische BeratungAnwendung.