Wie wird die Mindestverankerungslänge l_b,min,PIR bei nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen ermittelt?
Die Mindestverankerungslänge wird systemabhängig berechnet – auf Basis von EN 1992-1-1 plus zusätzlicher Vorgaben aus der ETA (EAD 330087). Dafür gelten:
- α_lb = Anpassungsfaktor für die Gleichwertigkeit,
- α_lb,100y = Anpassung für 100 Jahre Lebensdauer.
Beide Faktoren liegen zwischen 1,0 und 1,5 und führen zu produktabhängigen Verlängerungen der Mindestverankerungslänge. Eine direkte Übernahme der EN-Werte ohne Anpassung ist unzulässig. Die entsprechenden Tabellen liefert Hilti systembezogen im technischen Datenblatt und in der ETA.
Noch Fragen?
Im Engineering Center entsteht aktuell eine umfassende Artikelserie zu nachträglich installierten Bewehrungseisen – mit technischen Hintergründen, Praxistipps und Beispielen. Ab 09/2025 findet sich dort auch ein vollständiges Handbuch zur Beton-Beton-Verbindung.
Für Planer:innen, die jetzt schon tiefer einsteigen wollen, empfehlen wir die technischen Editorials zu Hilti Verstärkungssystemen und nachträglich installierten Bewehrungsanschlüssen.
Bitte beachten Sie: Auf diese Antwort finden unsere Besonderen Bedingungen der Hilti Deutschland AG für die technische Beratung Anwendung.