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Jede Schraube kennt ihr Projekt: Pabst Metallbau digitalisiert mit Hilti die Lagerhaltung

20.10.2026
Kaufering
Produkte

Verbrauchsmaterialien verursachen erhebliche Prozesskosten, bleiben jedoch häufig unzureichend dokumentiert. Die Pabst Metallbau GmbH aus Bammental, nahe Heidelberg, hat deshalb ihre Lagerhaltung digitalisiert. Mit 20 digitalen Lagerschränken von Hilti werden Materialbestände automatisch dokumentiert, Entnahmen Projekten zugeordnet und Nachbestellungen ausgelöst. Dadurch können selbst einzelne Verbrauchsartikel verursachungsgerecht Aufträgen zugeordnet werden.

Bild 5: Entnahme von Materialien mit automatisierter Erfassung und Anzeige auf dem Bildschirm.

Jede Schraube kennt ihr Projekt: Pabst Metallbau digitalisiert mit Hilti die Lagerhaltung

Kaufering, 20. Oktober 2026 – Verbrauchsmaterialien verursachen in vielen Metallbauunternehmen erhebliche Prozesskosten, bleiben jedoch häufig unzureichend dokumentiert. Die Pabst Metallbau GmbH aus Bammental, nahe Heidelberg, hat deshalb ihre Lagerhaltung digitalisiert. Mit 20 digitalen Lagerschränken von Hilti werden Materialbestände automatisch dokumentiert, Entnahmen Projekten zugeordnet und Nachbestellungen ausgelöst. Dadurch können selbst einzelne Verbrauchsartikel verursachungsgerecht Aufträgen zugeordnet werden. Für das Unternehmen bedeutet dies mehr Transparenz über Verbräuche und Bestände, weniger Verwaltungsaufwand sowie eine deutlich präzisere Zuordnung von Materialkosten zu einzelnen Aufträgen.

Die Pabst Metallbau GmbH aus Bammental fertigt seit über 130 Jahren Fassaden, Fenster, Türen und Sonderkonstruktionen aus Aluminium, Stahl und Glas. Das Familienunternehmen in fünfter Generation beschäftigt rund 60 Mitarbeitende. Verbrauchsmaterialien wie Schrauben, Dübel oder Silikon wurden bislang jedoch deutlich weniger systematisch erfasst als größere Bauteile und Profile. „Unser Prozess war früher fürchterlich“, erinnert sich Christian Pabst. „Wenn jemand ins Lager gegangen ist und etwas herausgenommen hat, war es weg. Und wenn der Lagerist Urlaub hatte oder unterwegs war, hat sich niemand verantwortlich gefühlt. Am Ende war nichts mehr da und keiner hatte nachbestellt.“ Auch die Mitarbeitenden in der Fertigung spürten die Auswirkungen. War das Lager nicht unmittelbar zugänglich, mussten Mitarbeitende teilweise erst Kolleginnen oder Kollegen mit Schlüsselberechtigung suchen. Das kostete Zeit und unterbrach laufende Arbeitsabläufe.

Die größten Kosten entstanden in den Prozessen

Bei der Suche nach einer geeigneten Lösung stand zunächst die Frage nach den Investitionskosten im Vordergrund. Bei genauerer Analyse wurde jedoch deutlich, dass die eigentlichen Kosten an anderer Stelle entstanden: durch Suchzeiten, fehlende Bestandstransparenz, Doppelbestellungen und aufwendige Inventuren. Hilti analysierte gemeinsam mit Pabst Metallbau die Materialflüsse und definierte die optimale Auslegung der CMS-Schränke. Erfasst wurden Verbrauchsmaterialien, Lagerbestände und häufig benötigte Produkte. Ziel war es, die Lagerorganisation konsequent an den tatsächlichen Abläufen im Betrieb auszurichten. Pabst startete zunächst mit zwei CMS-Lagerschränken. Nachdem sich das System im Betriebsalltag bewährt hatte, wurde die Lösung schrittweise auf insgesamt 20 Schränke ausgebaut. „Wir haben gemeinsam geschaut, welche Artikel häufig genutzt werden und welche Schranklösung optimal zu den Abläufen passt“, erklärt Jaqueline Hornung, Key Account Managerin bei Hilti.

Verbrauchsmaterialien werden Projekten zugeordnet

Heute werden nach Angaben von Christian Pabst bereits rund 90 Prozent aller Verbrauchsmaterialien über die digitalen Lagerschränke verwaltet. 20 dieser Schränke stehen im Lager sowie in der Produktion. Mitarbeitende öffnen die Schränke mit einem personalisierten Chip und geben bei der Entnahme die Kommissions- oder Projektnummer ein. Die integrierte Wiegetechnik erfasst automatisch die entnommenen Artikel. Jede Entnahme wird automatisch digital erfasst und dem jeweiligen Auftrag zugeordnet. Damit lassen sich auch Teilentnahmen von Verpackungseinheiten nachvollziehbar einem Projekt zuweisen, beispielsweise wenn aus einer Packung mit mehreren Hundert oder Tausend Teilen nur wenige Stück benötigt werden. Damit werden Verbrauchsmaterialien erstmals nicht mehr pauschal verteilt, sondern verursachungsgerecht einzelnen Projekten zugeordnet. Für Kalkulation, Projektcontrolling und Buchhaltung entsteht eine transparente Datenbasis, auf der sich Materialkosten projektbezogen auswerten und vergleichen lassen. „Der Mitarbeiter öffnet mit seinem Chip den Schrank und gibt direkt eine Kommission ein. Nimmt er beispielsweise zwei Bohrer heraus, werden diese automatisch auf die Baustelle gebucht. So hat die Buchhaltung die Kosten sofort im Überblick und volle Transparenz darüber, welche Kosten auf ein Projekt angefallen sind“, erklärt Hornung. Für Projektleitung, Arbeitsvorbereitung und Buchhaltung entsteht dadurch erstmals ein durchgängiger Überblick über Materialeinsätze auf einzelnen Baustellen und Projekten. Verbrauchsmaterialien werden nicht länger als pauschale Gemeinkosten betrachtet, sondern lassen sich verursachungsgerecht auswerten und vergleichen.

Automatische Bestandskontrolle

Neben der Kostenzuordnung übernehmen die Schränke auch die Bestandsüberwachung. Für Hilti-Artikel werden definierte Mindestbestände automatisch nachbestellt. Bei anderen Artikeln erhalten die Verantwortlichen eine Benachrichtigung zur Nachbestellung. Ein besonderer Vorteil zeigt sich bei der Inventur. Wo früher mehrere Mitarbeitende tagelang Bestände zählen mussten, können die Bestandsdaten heute digital abgerufen werden. „Der erste Vorteil ist für mich die Inventur. Früher standen fünf oder sechs Leute im Lager und haben gezählt. Ich hoffe, dass ich künftig auf einen Knopf drücken und meine Inventur direkt abrufen kann“, sagt Christian Pabst. Ein weiterer Vorteil liegt in den kürzeren Wegen. Mussten Mitarbeitende früher mehrfach täglich das zentrale Lager aufsuchen, befinden sich viele häufig benötigte Artikel heute direkt in den Produktionsbereichen. Diesen Vorteil sehen auch die Mitarbeitenden. Mike, der seit fast 24 Jahren in der Fertigung bei PABST arbeitet, berichtet: „Der Arbeitsalltag wurde allein dadurch einfacher, dass meine Wege kürzer sind. Die Schränke stehen zentral und jeder kann schnell zugreifen.“ Auch die Monteure profitieren von den neuen Abläufen. Benötigtes Material kann unabhängig von den Arbeitszeiten des Lagerpersonals entnommen werden, da die Schränke jederzeit zugänglich sind.

Vom Lager zur Datenbasis

Die größte Überraschung kam beim Umzug in die neue Struktur. Erst als das Lager vollständig ausgeräumt wurde, wurde sichtbar, welche Bestände sich über Jahre angesammelt hatten. Veraltete Artikel, nicht mehr verwendete Schrauben und Restbestände kamen zum Vorschein. „Man wird irgendwann blind für das, was man eigentlich auf Lager hat“, beschreibt Christian Pabst diese Erkenntnis. Für Christian Pabst markiert das Projekt deshalb nicht das Ende einer Investition, sondern den Beginn einer größeren Entwicklung. „Das Ziel ist es eigentlich, am Ende alles lagerwirtschaftlich zu erfassen“, sagt er. Damit verändert sich die Rolle des Lagers grundlegend. Statt ausschließlich Material bereitzustellen, liefert es Informationen über Verbräuche, Bestände und Projektkosten. Entscheidungen können zunehmend datenbasiert getroffen werden.

Der entscheidende Mehrwert liegt dabei nicht im Schrank selbst, sondern in den Daten. Erst die digitale Erfassung macht Materialverbräuche, Bestände und Projektkosten transparent und schafft die Grundlage für fundierte unternehmerische Entscheidungen. Damit entwickelt sich das Lager von einem reinen Aufbewahrungsort zu einem digitalen Steuerungsinstrument für Projektcontrolling, Kostenmanagement und Unternehmensführung.

Bildergalerie

    Bild 1: Christian Papst, Geschäftsführer der Pabst Metallbau GmbH in fünfter Generation

    Weitere Informationen und Video

    Allgemein Informationen zum CMS Lagerschranksystem und ein Video von Metallbau Pabst sind hier abrufbar.

    weitere Informationen und Video zum CMS

    Pressekontakt

    Claudia Wallner
    Head of Corporate Communication