VERANKERUNGEN AUF WHG-FLÄCHEN GEMÄẞ AWSV (WHG)

Mit HIT-HY 200-A befestigen Sie Dübel gesetzeskonform

Jedes Unternehmen in Deutschland muss sicherstellen, dass keine Gefahrstoffe in die Umwelt gelangen. Dies ist eine der Kernforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Wo Gefahrstoffe gelagert oder verwendet werden, müssen häufig sogenannte WHG-Flächen eingerichtet werden. Diese Barriereschichten sollen ein Eindringen der Substanzen in den Untergrund wirksam verhindern. Welche Bedingungen dabei eingehalten werden müssen, regelt die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).

Setzen Sie im Bereich einer WHG-Fläche eine Verankerung, sind Sie verpflichtet, die Beständigkeit und die Dichtigkeit Ihrer Befestigungslösung nachzuweisen. Hilti Experten haben gemeinsam mit einem anerkannten WHG-Gutachter umfangreiche Untersuchungen mit dem Hilti Verbundanker HIT-HY 200-A durchgeführt.

Der Vorteil für Sie: Hilti bietet Ihnen die erste allgemeingültige gesetzeskonforme Lösung für Befestigungen in WHG-Flächen. In nur zwei Schritten weisen Sie die Tauglichkeit Ihrer Befestigungslösung rechtsverbindlich nach.

Gesetzliche Vorgaben

Gemäß dem Wasserhaushaltsgesetz des Bundes ist jede Person beziehungsweise jeder Anlagenbetreiber verpflichtet, eine Verunreinigung des Grundwassers zu vermeiden. Für alle ortsfesten oberirdischen Anlagen, an denen mindestens 220 Liter wassergefährdende Stoffe vorgehalten oder genutzt werden, gelten dazu die Vorgaben der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). In Wasserschutzgebieten bzw. unterirdischen Anlagen sind diese noch strenger!

Die zum 01. April 2017 bundesweit vereinheitlichte Verordnung gilt sowohl für LAU-Anlagen wie für HBV-Anlagen. Zum LAU-Bereich zählen alle Einrichtungen, die zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von Gefahrstoffen dienen. HBV-Anlagen sind alle Einrichtungen, die den Bereichen Herstellen, Behandeln und Verwenden zugeordnet werden können. Die Anforderungen der AwSV sind demnach zum Beispiel für den Betrieb von Tanks und Tankstellen sowie entsprechende Logistikbereiche ebenso verbindlich wie für viele Produktionsstraßen, Filteranlagen oder Lackierereien. 

Damit keine schädlichen Substanzen in die Umgebung gelangen können, fordert die Verordnung in der Regel einen doppelten Schutz durch die Einrichtung von zwei Barrieren: Die erste Barriere kann beispielsweise der Tank, der Silo oder die Rohrleitung selbst darstellen. Die Sekundärbarriere kann z.B. aus einer zusätzlichen Stahlwanne, einer Tanktasse oder einer speziell ausgeführten Bodenplatte bestehen.

Eine Bodenplatte als Sperrschicht (WHG-Fläche) besteht üblicherweise aus flüssigkeitsdichtem Beton (FD-Beton) oder aus Normalbeton mit WHG-konformer Beschichtung. Details zur möglichen Ausführung hat der Deutsche Ausschuss für Stahlbeton in der DAfStb-Richtlinie für Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (BUmwS) festgelegt.

Befestigung in WHG-Flächen

Auch im Bereich von WHG-Flächen sind häufig Befestigungen erforderlich: Beispielsweise, um Maschinen, Silos oder Tanks zu verankern, um Rohrleitungen zu installieren oder um Treppen und Regale zu fixieren. Das Problem dabei: Mit jedem Dübel, den Sie in einer WHG-Fläche setzen, durchdringen Sie die Beschichtung oder Bodenplatte und schädigen damit die Sperrwirkung dieser Barriereschicht.

Die BUmwS gibt Ihnen für Befestigungen in WHG-Flächen deshalb strenge Regeln vor: 

  1. Sie dürfen nur Verbundanker mit allgemeiner technischer oder europäisch technischer Zulassung verwenden.
  2. Ihre Befestigungslösung muss die erforderliche Tragfähigkeit aufweisen
  3. Sie haben die Anforderungen an die Dichtigkeit zu erfüllen.
  4. Sie müssen die Beständigkeit der Verankerung gegenüber dem einwirkenden Gefahrstoff sicherstellen können.

Immer wieder bereitet der Nachweis von Beständigkeit und Dichtigkeit erhebliche Schwierigkeiten. Beide Anforderungen sind nicht im Prüfumfang der Normen für Befestigungstechnik enthalten. Weder auf europäischer noch auf deutscher Ebene gibt es derzeit ein Bewertungsdokument (EAD) oder eine Leitlinie für eine WHG-Qualifizierung von Befestigungssystemen, die eine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder technische Bewertung (ETA) zulässt. 

Mit Hilti setzen Sie jetzt auch in WHG-Flächen problemlos gesetzeskonforme Befestigungslösungen um. In Zusammenarbeit mit einem anerkannten WHG-Gutachter haben unsere Wissenschaftler ein umfassendes Gutachten erstellt. In zahlreichen Untersuchungen haben sie die Beständigkeit und Dichtigkeit des Verbundankers HIT-HY 200-A bei Einwirkung einer Vielzahl an verschiedenen Substanzen überprüft.

Das Hilti Gutachten gibt Ihnen erstmalig die Möglichkeit, in zwei einfachen Schritten eine geeignete Befestigungslösung für WHG-Flächen zu bestimmen und die Einhaltung der Anforderungen nachzuweisen.

In zwei Schritten zur WHG-konformen Befestigung

Im ersten Schritt ordnen Sie die Substanz, die an der WHG-Fläche eingesetzt wird, der entsprechenden Stoffgruppe zu. Das Hilti WHG-Gutachten verwendet für die Einordnung der Gefahrstoffe die vom DIBt-Fachreferates II 7 empfohlene Medienliste. Anhand der Tabelle im Anhang des Gutachtens können Sie dann die Beständigkeit des Verbundankers HIT-HY 200-A gegen eine Einwirkung der betreffenden Substanz bestimmen.

Im zweiten Schritt überprüfen Sie, ob Ihre Befestigung in Hinblick auf Beanspruchung und Einwirkungsdauer geeignet ist. Das Hilti Gutachten listet dazu die Prüfergebnisse abhängig von Anlagentyp und Intensität der Verwendung auf.

In den Bereichen Lagern, Herstellen, Verwenden und Befördern unterscheidet das Hilti Gutachten zwischen geringer (8 Stunden), mittlerer (72 Stunden) und hoher (3 Monate) Anlagennutzung  pro Jahr.

Beim Abfüllen und Umladen von Gefahrstoffen gelten bei einer Einsatzhäufigkeit von bis zu viermal pro Jahr die Kategorie „gering“ und „mittel“ für bis zu 200 Abfüllvorgänge jährlich. Die Werte für „hoch“ entsprechen einer uneingeschränkten Abfüllhäufigkeit.

Das Hilti Gutachten bietet Ihnen erstmals eine praktikable Lösung zur Befestigung in WHG-Flächen: Sie bewerten damit einfach und schnell, ob Ihre Befestigungslösung die Anforderungen an Beständigkeit und Dichtheit erfüllt. Und Sie können in vielen Fällen auf den aufwändigen und kostspieligen Auftrag einer zusätzlichen Überbeschichtung, teuren Edelstahlwanne oder komplizierte Sockellösungen verzichten. Die umfangreichen Tests, auf denen das Gutachten beruht, haben die hohe Beständigkeit des Verbundankers HIT-HY 200-A für eine Vielzahl an Stoffen ohne zusätzliche Maßnahmen nachgewiesen.

 

Rechts- und Planungssicherheit für viele Branchen

Die gesetzlichen Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes sind in den unterschiedlichsten Branchen relevant: Ihre Einhaltung ist in großen Industrieunternehmen und für Dienstleister der Chemie ebenso verpflichtend, wie Privatpersonen, die einen Öltank zum Betrieb der Heizung betreiben!

Eine Nichterfüllung der Anforderungen kann für die Anlagenbetreiber wie für die ausführenden Unternehmen weitreichende Konsequenzen haben: Eine Verweigerung der Abnahme einer Baumaßnahme durch die Behörden oder eine Stilllegung von Anlagen sind ebenso möglich, wie die strafrechtliche Verfolgung im Falle einer Verunreinigung des Grundwassers mit wassergefährdenden Stoffen.

Das umfangreiche Hilti WHG-Gutachten zum Verbundanker HIT-HY 200-A schafft für Anlagenbetreiber und ausführende Firmen Planungs- und Rechtssicherheit.

 

 

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